Die 5 größten globalen Risiken für Ihre Lieferkette

Und was Sie dagegen tun können
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  • Stabile Lieferketten sind die Voraussetzung für einen reibungslosen Betriebsablauf. Trotzdem werden Risiken innerhalb der Lieferkette von vielen Unternehmen stark unterschätzt. Dies kann ein schwerwiegender Fehler sein.
  • An sich ist das Problem recht einfach: Es existiert eine unüberschaubare Vielzahl an Ereignissen, die zu einer Bedrohung des Lieferantenetzwerkes führen können. Dabei reicht es nicht mehr aus, sich nur auf die klassischen finanziellen Inidkatoren zu fokussieren. Die fünf häufigsten Risiken für das Supply Chain Risk Management sind hier zusammengefasst.

#1: Finanzielle Risiken

Wenn ein Lieferant für kurze Zeit ausfällt oder sein Geschäft ganz aufgeben muss, kann dies eine komplette Lieferkette beeinflussen. Ein Risiko, von dem man wissen sollte.

Der erste Schritt sollte nicht erst bei dem Wegfall des Lieferanten passieren, sondern schon viel früher. Es gibt immer Warnzeichen, welche weit über Standard-Finanzratings hinaus reichen. Darunter fallen beispielsweise langsames Wachstum des Lieferanten, schlechte Umsatzaussichten, Änderungen innerhalb der Eigentümerstruktur oder größere Produktrückrufaktionen. Mit Hilfe dieser Signale können risikobehaftete Lieferanten identifiziert werden, bevor es zu einer Unterbrechung der Lieferkette kommt.

#2: Risiken durch Naturkatastrophen

Die Zahl der Naturkatastrophen ist in den letzten Jahren rapide angestiegen. Und da die Globalisierung von Lieferketten immer mehr zunimmt, stellen Naturkatastrophen auf der ganzen Welt eine ernsthafte Bedrohung für global agierende Unternehmen dar. Der Supply Chain Resilience Report von 2018 des Business Continuity Institutes fand heraus, dass extreme Wetterereignisse zu den drei größten Bedenken der befragten Unternehmen gehören.

Nun lassen sich Naturkatastrophen nicht aufhalten. Wenn sich wichtige Zulieferer oder Beschaffungswege in potenziell gefährlichen Regionen befinden, ermöglicht die Überwachung der Wetterlage eine schnelle Reaktion. Im Idealfall werden präventive Maßnahmen getroffen.

#3: Risiken durch Verlust der Reputation oder Compliance

Unternehmen werden sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft immer mehr bewusst und nehmen Corporate Social Responsibility in das Geschäftsmodell mit auf. Wie wichtig die Einhaltung von bestimmten ethischen und rechtlichen Richtlinien ist wird deutlich, wenn ein Unternehmen wegen eines Verstoßes gegen die CSR in den Nachrichten stark kritisiert wird. Deshalb sollten sich Unternehmen solcher Risiken innerhalb der eigenen Lieferkette und des Beschaffungsprozesses bewusst sein. Behandelt der Lieferant seine Mitarbeiter gut? Gibt es Verstöße gegen wichtige Rechtslagen, die mit dem eigenen Unternehmen in Verbindung gebracht werden könnten?

Die Antworten auf diese Fragen sollte man parat haben, denn ein Reputationsverlust kann einen schweren wirtschaftlichen Schaden anrichten. Die risikobehafteten Ereignisse können von Warnbriefen der FDA bis hin zu Verletzungen der Menschenrechte reichen.

#4: Von Menschen verursachte Risiken

Umfragen wie der Allianz Risk Barometer Report setzen von Menschen verursachte Vorkommnisse an die Spitze ihrer Liste von potenziellen Risiken. Dazu gehören nicht nur Brände oder Explosionen. Auch Stromausfälle und Evakuierungen, bedingt durch Bombenräumungen, können zu Unterbrechungen innerhalb der Lieferkette führen. Diese Ereignisse lassen sich natürlich nicht voraussagen. Es können jedoch gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, welche schnelles Reagieren im Ernstfall ermöglichen.

#5: Risiken durch Streiks

Streiks gehören ebenfalls zu den größten potenziellen Risiken für ein Unternehmen. Genau wie ein Brand oder ein Orkan können Streiks einen ganzen Hafen oder einen kompletten Standort zum Erliegen bringen. Wenn ein Streik angekündigt ist, sollten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, damit dieses Ereignis nicht zu einer Unterbrechung der Lieferkette führt.

Fazit

Jedes dieser fünf Risiken hat das Potenzial, einem Unternehmen großen Schaden zuzufügen – Schaden, der vermieden werden kann. Es spielt keine Rolle, ob es sich um finanzielle Risiken, Naturkatastrophen oder eine Explosion bei einem Lieferanten handelt. Wichtig ist, dass das Risiko in vielen Fällen vermieden und im Ernstfall schnell damit umgegangen werden kann. Alles, was dazu nötig ist, sind flächendeckende Vorsichtsmaßnahmen.

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