Risikoanalyse im Unternehmen: Was KMU wissen müssen

Die Krise trifft alle. Auch kleine und mittelständische Unternehmen kommen am Thema Risikomanagement nicht mehr vorbei. Risiken in der Lieferkette frühzeitig zu erkennen und Abhilfemaßnahmen zu ergreifen kann zur Überlebensfrage werden.

1. Welche Risiken für Unternehmen drohen?

Krisenbewältigung ist die neue Normalität. Bedrohungen lauern auf Schritt und Tritt. Die weltweiten Lieferketten haben sich von der Corona-Krise noch lange nicht erholt. Extremwetterereignisse, Logistikengpässe sowie die Rohstoff- und Energiekrise in Folge des Ukraine-Krieges erhöhen den Druck. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bekommen die Auswirkungen massiv zu spüren, vor allem im Bereich Versorgungs- und Beschaffungsrisiken.

  • Risiken im operativen Geschäft: Material- und Transportkosten steigen, während gleichzeitig Lieferverzögerungen und -ausfälle in fast allen Branchen zunehmen. Wo Rohstoffe nur unzureichend verfügbar sind, Liefermengen nicht ausreichen und Lieferanten auszufallen drohen, sind Aufträge nur schwer planbar. Preis- und Terminzusagen können nicht eingehalten und geplante Gewinnmargen nicht erwirtschaftet werden.
  • Compliance-Risiken: Doch nicht nur das operative Geschäft ist bedroht. Auch die Zahl der Vorschriften und Regelungen nimmt zu. Unternehmen werden stärker für ihre Lieferkettenpartner und deren Geschäftspraxis zur Rechenschaft gezogen – Beispiel Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Kleinere Unternehmen scheinen auf den ersten Blick nicht betroffen zu sein, doch der Eindruck täuscht. Denn viele KMU sind Teil der Wertschöpfungskette größerer Kunden oder deren Zulieferer. Auch sie werden künftig stärker auf das Einhalten von Compliance-Vorschriften verpflichtet. Kann ein Betrieb entsprechende Vorgaben nicht einhalten, drohen Kunden- und Umsatzverlust.

2. Risikoanalyse im Unternehmen: Bedrohungen transparent und steuerbar machen

Risiken aussitzen ist in der heutigen komplexen Krisenlandschaft keine Option. KMU sollten jetzt aktiv werden, um Lieferantenbeziehungen zu schützen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und sicherzustellen, dass der Betrieb sowohl rechtliche als auch ethische Regeln einhält. Das heißt: Risiken frühzeitig erkennen, richtig einschätzen und Steuerungsmaßnahmen ergreifen. Belastbare Informationen über Bedrohungen in Echtzeit sind der Schlüssel, um Risikolagen zu verstehen und rechtzeitig Entscheidungen treffen zu können.

Das Wort der Stunde ist Resilienz. Das heißt: die Fähigkeit, Krisenfolgen zu verkraften und sich schnell von Störungen zu erholen. Ohne proaktives Risikomanagement bleiben Unternehmen verwundbar. Anders gesagt: Unternehmen, die vorausschauend handeln und auf Risikofälle vorbereitet sind, haben den ersten Schritt in Richtung Resilienz gemacht. Am Anfang steht die Risikoanalyse.

3. Die vier Schritte der Risikoanalyse

Der grundlegende Risikomanagementprozess ist im Kern für alle Unternehmen gleich. Neben der Identifizierung von Bedrohungen ist die Bewertung und Steuerung der Risiken essenzieller Bestandteil einer Risikoanalyse. Diese lässt sich in vier Schritten umsetzen.

  1. Risikoidentifikation: Welche Risiken gibt es (Finanzrisiken, Lieferanteninsolvenzen, Katastrophenrisiken, Reputationsrisiken, geopolitische Risiken, menschlich bedingte Risiken, Cyber-Risiken)? Wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit? Welche Bedrohungen bestehen für eigene Werke, Lieferantenstandorte und Transportverbindungen? Erkennen wir Risiken und Abhängigkeiten über die erste Lieferantenstufe hinaus (Lieferkettentransparenz)? Welche Datenquellen stehen zur Verfügung, um in Echtzeit über Ereignisse im Liefernetzwerk informiert zu werden?
  2. Risikobewertung: Welche Ereignisse sind für den eigenen Betrieb relevant? Welche Auswirkungen kann das Risikoereignis auslösen und welcher Schaden kann entstehen? Aus welchen Informationsquellen können Risikowerte einheitlich berechnet werden? Das Risikoprofil beispielsweise von Lieferanten lässt sich in einer Risiko-Scorecard einschätzen, in die Daten zur wirtschaftlichen Stabilität, Versorgungsausfallgefahr oder Qualitäts- und Leistungsrisiken einfließen.
  3. Risikobehandlung: Welche Risiken sind nicht akzeptierbar bzw. müssen minimiert oder eliminiert werden? Automatisierte Überwachung in Echtzeit beschleunigt die Krisenbewältigung, weil Prozesse entlastet und Unternehmensressourcen gespart werden. Im Falle einer Bedrohung muss der Einkauf schnell und überlegt faktenbasierte Entscheidungen treffen und Maßnahmen für Alternativen einleiten, idealerweise mit vorab festgelegten vorbeugenden und reaktiven Aktionsplänen.
  4. Risikoberichtswesen: Das Reporting ist die Basis für die Risikokontrolle. Dazu zählt die fortlaufende Berichterstattung über die identifizierten und bewerteten Risiken (Wie entwickeln bzw. verändern sich Risiken mit Bedrohungspotenzial?), über Risikokennzahlen und Frühwarnindikatoren, sowie die eingeleiteten Maßnahmen. Gleichzeitig werden Prozess- und Risikolücken, Auswirkungen und Kosten dokumentiert.

4. Nach der Risikoanalyse: Die Risikoüberwachung

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Risikomanagement ist keine Eintagsfliege. Sind Risiken für das Unternehmen identifiziert und bewertet, braucht es Transparenz über Bedrohungen und stetiges Monitoring des Zustands im gesamten Liefernetzwerk. Das ist mit Datensammeln und -aktualisieren von Hand nicht zu bewältigen. Gerade KMU müssen schonend mit ihren Ressourcen umgehen. Der Weg dazu führt über die Automatisierung des Risikomanagements, unterstützt von künstlicher Intelligenz. Das ermöglicht Echtzeitüberwachung. Irrelevante Informationen werden herausgefiltert und potenziell betroffene Lieferanten, Standorte und Kunden sofort angezeigt.

Technologie-gestütztes Risikomanagement ist längst nicht mehr nur ein Instrument für die Großen! KMU brauchen unterstützende Software-Tools, um schnell, überlegt und faktenbasiert Entscheidungen zu treffen. Droht ein Problem in der Lieferkette, kann frühzeitig reagiert werden.

5. Wie können KMU ihre Risikoanalyse und Risikoüberwachung verbessern?

Konkrete Hilfe und einen schnellen Einstieg liefert riskmethods Risk Monitoring Package™. Es basiert auf den Funktionalitäten

  • riskmethods Platform™,
  • riskmethods Risk Radar™ mit Echtzeitüberwachung für 250 Lieferanten- und Kundenstandorte, sowie
  • riskmethods Security Package™, das die Implementierung vereinfacht und die nötige IT-Sicherheit gewährt.
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Mit Hilfe der speziell für KMU entwickelten Lösung lässt sich zuverlässig beurteilen, welche Information für die Lieferkette des KMU relevant ist. Mit passgenau generierten Daten können die Anwender ihre jeweilige (und drohende) Risikosituation schneller erfassen und somit auch (zuvor definierte) notwendige Maßnahmen unverzüglich ergreifen.

Beispiel: riskmethods Risk Radar bildet das Liefernetzwerk auf einer interaktiven digitalen Landkarte ab. Das Risiko von Lieferanten, Standorten, Logistik-Hubs usw. lässt sich anhand vorkonfigurierter Risiko-Scorecards sofort auf Knopfdruck realistisch gewichten. Die Anwender erhalten so Frühwarnsignale und Meldungen, Verantwortliche können proaktiv handeln. KI überwacht hierbei Millionen von Nachrichtenmeldungen und integriert zusätzlich renommierte Datenbanken.

Mit riskmethods Risk Monitoring Package werden Risikoanalyse und Risikoüberwachung leicht gemacht. Die cloud-basierte Komplettlösung

  • enthält alle notwendigen Risikomanagement-Bausteine für kleine und mittelständische Unternehmen
  • ist innerhalb weniger Arbeitstage implementiert
  • schont das Budget und Personalressourcen
  • sichert die Einhaltung von IT-Richtlinien
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