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Exklusive Kooperation von Marsh und riskmethods

Besserer Versicherungsschutz durch mehr Transparenz über Liefernetzwerkrisiken

16. Juni 2014


Frankfurt/München, 16. Juni 2014 – Die Nachwirkungen von schweren Katastrophen wie Fukushima in Japan oder die Flut in Thailand im Jahr 2011 spüren viele Unternehmen noch heute: Die damals zahlreich entstandenen Rückwirkungsschäden bei Zulieferern und Abnehmern haben dazu geführt, dass viele Versicherer die Limite hierfür drastisch gekürzt oder ganz gestrichen haben. Vielfach erhalten Unternehmen nur noch gegen ein Höchstmaß an Risikotransparenz Deckungsschutz. Der Industrieversicherungsmakler und Risikoberater Marsh und riskmethods, technologischer Marktführer für die Risikobewertung weltweiter Lieferketten, bieten nun Unternehmen aller Branchen die Möglichkeit, mit der cloud-basierten Lösung Supply Risk Network qualifizierte Risikoinformationen zu ihren Liefernetzen zu gewinnen. Damit können der Platzierungsprozess optimiert und bessere Preise bzw. erhöhte Kapazität erzielt werden. Supply Risk Network wurde von riskmethods entwickelte und steht Marsh – und damit seinen Kunden – als exklusivem Kooperationspartner auf Seiten der Risikoberater und Versicherungsmakler zur Verfügung.

Das Supply Risk Network sammelt und recherchiert weltweit Risikoinformationen über zahlreiche geprüfte Datenquellen sowie über den riskmethods Risk Research, der mehr als 300.000 Online-Quellen überwacht. Die Risikoinformationen, welche für Lieferanten sowie deren Standorte und Länder generiert werden, stehen rund um die Uhr in Nahe-Echtzeit bereit. Der ganzheitliche Ansatz erfasst zurzeit ca. 80 Risikoindikatoren: von der Unterbrechung der Versorgung durch Naturgewalten, Pandemien, politischen Unruhen bis hin zu Sabotage, finanziellen oder qualitativen Problemen des Lieferanten. Der Zeitgewinn sowohl für die Vorbereitung als auch für die Reaktion auf Unterbrechungen von Liefernetzwerken kann ein erfolgskritischer Vorteil sein. Gerade wenn es darum geht, einen Notbetrieb zum Beispiel durch das Organisieren etwaiger Alternativlieferanten oder die Umleitung von Materialflüssen zum Laufen zu bekommen.

„Die erhöhte Transparenz bei den Liefernetzen kann bei der Platzierung der Risiken am Versicherungsmarkt die versicherungstechnischen Deckungsinhalte und Konditionen verbessern“, sagt Dr. Georg Bräuchle, Geschäftsführer der Marsh GmbH und verantwortlich für Platzierung. „Oft wird eine Absicherung des Risikos erst dadurch möglich, denn die Versicherer können nicht mehr ohne weiteres mit dem Hinweis auf fehlende Risikotransparenz und nicht kalkulierbare Kumulrisiken die Risikoübernahme ablehnen.“ Aber auch unabhängig davon, ob Versicherungsschutz in gewünschtem Umfang und zu einem adäquaten Preis erhältlich ist, vergrößert die verbesserte Transparenz den Entscheidungsspielraum der Unternehmen. „Wer sein Risiko besser kennt, ist vielleicht eher bereit, es selbst zu tragen, weil es geringer ist, als bisher angenommen. Oder im umgekehrten Fall kann es auch zu Entscheidungen über eine Platzierung am Kapitalmarkt in Form eines alternativen Risikotransfers, zum Produkt-Reengineering oder zu neuen Beschaffungsstrategien führen“, so Bräuchle.

Fällt beispielsweise ein Lieferant aufgrund einer Naturkatastrophe aus oder droht eine Lieferung wegen eines Streiks an einem Umschlagplatz wie einem Hafen oder Flughafen hängenzubleiben erhält der Kunde eine Benachrichtigung auf sein Mobiltelefon, Computer oder Tablet. „Das Supply Risk Network überwacht und bewertet dabei nicht nur die direkten Lieferanten, sondern auch deren Vorlieferanten, um Abhängigkeiten von Risiken innerhalb der gesamten Lieferkette abzubilden“, so Rolf Zimmer, Geschäftsführer von riskmethods. „Das Frühwarnsystem liefert Unternehmen neben der Bedrohung auch die betroffenen Lieferanten und Regionen. So können eingetretene Unterbrechungen sofort lokalisiert und identifiziert und frühzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.“

Die Anwendung hilft auch im Vorfeld, Risiken besser erkennen und einschätzen zu können. „Über die aus Adressen abgeleiteten Geokoordinaten werden viele potenzielle Risiken wie etwa politische oder wirtschaftliche Gegebenheiten sowie Exponierung gegenüber Naturgefahren sichtbar“, erklärt Markus Groth, Leiter des Geschäftsbereichs Marsh Risk Consulting und Experte für Liefernetzrisiken. „Zusammen mit unseren Kunden erarbeiten wir Szenarien für den Ausfall der für die Herstellung strategisch bedeutsamer Produkte erforderlichen Geschäftsprozesse und Ressourcen. In diesem Zusammenhang lösen wir Fragen wie: Welches Schadenpotenzial ist damit verbunden, wenn ein bestimmter Lieferant wackelt? Welche Möglichkeiten der Risikosteuerung gibt es? Welche Wiederherstellungsaufwände bestehen bei Verlust des Lieferanten?“

 

 

Firmeninformationen

Marsh ist ein weltweit führender Industrieversicherungsmakler und Risikoberater. Für unsere Kunden entwickeln wir innovative branchenspezifische Lösungen und helfen ihnen so dabei, ihre Risiken erfolgreich zu managen. Unsere rund 27.000 Kollegen arbeiten gemeinsam in einem weltweiten Netzwerk und beraten Kunden in mehr als 100 Ländern bei der Umsetzung von Risikomanagement- und Versicherungslösungen. Für die Marsh GmbH sind in Deutschland rund 600 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Detmold, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart tätig. Marsh ist eine hundertprozentige Tochter von Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), ein globales Dienstleistungsunternehmen, das Kunden Beratung und Lösungen in den Bereichen Risikomanagement, Unternehmensstrategie und Personalmanagement bietet. Marsh & McLennan Companies beschäftigt weltweit über 54.000 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von etwa 12 Mrd. US-Dollar. Zu Marsh & McLennan Companies gehören auchGuy Carpenter, ein weltweit führender Rückversicherungsmakler, Mercer, führender globaler Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Consulting, Outsourcing und Investments, und Oliver Wyman, eine der weltweit führenden Unternehmensberatungen. Folgen Sie Marsh auf Twitter @Marsh_Inc.

 

riskmethods bietet Unternehmen eine umfassende Supply Chain Risk Management Lösung zur proaktiven Überwachung und Bewertung von Risiken in der Lieferkette. Gefährdungspotenziale werden frühzeitig erkannt, sodass durch proaktives Agieren die Lieferfähigkeit erhalten, Compliance sichergestellt und das Unternehmensimage nicht gefährdet wird. Die in Deutschland entwickelte SaaS-Lösung kombiniert modernste Technologie mit einer innovativen Bereitstellung von Risiko-Intelligenz zu einem führenden Standard im Supply Chain Risk Management. Folgen Sie riskmethods auf Twitter @riskmethods1